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EcoProDev betreut ausgesuchte Projekte mit hohem sozialen und ökologischen Innovationsgrad. Lassen Sie uns Wirtschaft gemeinsam besser machen!

Biologisches und fair gehandeltes Avocado-Öl aus Guinea

In den Bergen in der region Samaya, nordöstlich von Conakry, sind die klimatischen Bedingungen für den Anbau von Avocados optimal. Leider geht zurzeit aber rund die Hälfte der Avocado-Ernte verloren, da die nötige Infrastruktur fehlt, um die reifen Früchte von den abgelegenen Regionen auf die lokalen Märkte zu bringen. Da in Europa die Nachfrage nach biologischem Avocado-Öl für den Verzehr sowie für Kosmetikprodukte sehr groß ist und stetig steigt, ist das Ziel des Projekts, die Avocados vor Ort zu Öl zu verarbeiten und anschließend in Europa zu vermarkten.
Um dies zu ermöglichen, wurde eine lokale Ölmühle aufgebaut. Die Avocados für die Ölproduktion werden von über 200 Kleinbauern in der Region angebaut. Zudem wurden Schulungen für lokale Trainer angeboten, die in Zukunft die lokalen ProduzentInnen und FabrikarbeiterInnen in den verschiedenen Bereichen weiterbilden. Kapazitätsentwicklungs-Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden durchgeführt. Außerdem wird die Vermarktung der Produkte in Europa gefördert. Dank des Projekts können die Kleinbauern in den abgelegenen Regionen Guineas langfristig ein Einkommen erzielen und die vorhandenen Ressourcen gewinnbringend nutzen.
EcoProDev hat dazu beigetragen, dass das Projekt durch das Programm „develoPPP.de“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die deutsche Entwicklungsorganisation sequa mitfinanziert wurde.

Die französische Ölmühle Emile Noël ist ein führendes Unternehmen für natives, biologisches Öl und spezialisiert in der ersten Kaltpressung von Ölsaaten und ölhaltigen Früchten.

  • Aufbau einer lokalen Ölmühle
  • Schulungen für Avocado-ProduzentInnen und FabrikarbeiterInnen
  • Biozertifizierung von mehr als 150 Bauern
  • Unser Beitrag zum Projekt:
    Konzeptions- und Finanzierungsunterstützung
Avocado Guinea

Unterstützung bei der Verarbeitung von Bio-Schafwolle in der Himalaya Region, Indien

Im abgelegenen Himalaya im Norden Indiens ist die Schafzucht seit Jahrhunderten eine der wenigen Einnahmequellen der Bevölkerung. Jedoch ist es gerade dort schwierig, Produkte aus der Landwirtschaft national oder international zu vermarkten. Derzeit wird die Wolle oft zu niedrigen Preisen an die Teppichindustrie verkauft, da sie nicht sorgfältig sortiert und gesäubert wird, denn dazu fehlen das nötige Wissen und die nötige Ausstattung. Somit wird ein erheblicher Anteil an Wolle, die man für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Kissen, Decken, Matratzen und Textilien verwenden könnte, weit unter ihrem Wert verkauft.
Ziele dieses Projekts namens „Himalana“ sind, eine entsprechende Wertschöpfungskette zu etablieren und so die Qualität der indischen Schafwolle sowie der verarbeiteten Produkte zu erhöhen. Dazu sollen Kapazitätsentwicklungs-Maßnahmen in der gesamten Wertschöpfungskette durchgeführt werden: Schulungen (z.B. über die Schur und das Sortieren der Wolle) für lokale Produzentinnen und Produzenten und Arbeiterinnen und Arbeiter in der Wollverarbeitung sollen angeboten werden, die ihr Wissen in der Zukunft an andere Produzentinnen und Produzenten weitergeben sollen; die erforderliche Ausstattung zur Säuberung und Sortierung der Wolle wird angeschafft; eine Teppichweberei wird eröffnet, um dort Weberinnen auszubilden und letztendlich soll auch eine internationale Vermarktung der Produkte gefördert werden. Fokus der Schulungen ist unter anderem auch die Förderung von Frauen, damit diese in Zukunft ein Einkommen erwirtschaften können.
EcoProDev hat dazu beigetragen, dass dieses Projekt durch das Programm „develoPPP.de“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die deutsche Entwicklungsorganisation sequa mitfinanziert wurde.

Die Prolana GmbH ist einer der führenden deutschen Hersteller von Naturbettwaren. Dem Unternehmen ist es sehr wichtig, dass die Rohstoffe aus biologisch zertifiziertem Anbau stammen und fair gehandelt werden. Verwendet werden nur natürliche Materialien wie Naturkautschuk, Kokosfasern, Kamel- und Yakhaare, Schafwolle und biologische Baumwolle.

  • Schulungen zur Schur, zum Sortieren und zur Verarbeitung der Bio-Wolle
  • Aufbau einer Ausbildungsstätte für Weberinnen
  • internationaler Marktzugang und faire Bezahlung für Produzentinnen und Produzenten
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeptions- und erlangen von Kofinanzierung

Unterstützung für den Anbau von Bio-Kräutern in Marokko

Der biologische Anbau von aromatischen und medizinischen Kräutern und Pflanzen in der Region südlich der marokkanischen Hafenstadt Agadir bietet ein hohes Potenzial für wirtschaftliche Entwicklung. Das vorteilhafte Klima und die geografische Lage Marokkos begünstigen eine Vermarktung auf dem europäischen Markt. Ausserdem sind aufgrund der Nähe zu Europa die Transportkosten relativ gering. Trotz dieser Vorteile ist Marokko jedoch nicht in der Lage, die Nachfrage der europäischen Importeure zu decken, da die Produkte nicht den hiesigen Qualitätsstandards entsprechen. Tatsächlich fehlt es den verschiedenen Akteuren in der Produktionskette von aromatischen und medizinischen Kräutern oft an Wissen und Ressourcen, die für eine qualitativ hochwertige biologische Produktion notwendig sind. Insbesondere das mangelnde Wissen über den biologischen Anbau, die fehlende technische Ausstattung und eine unzureichende Organisation in der Vermarktungsstruktur sind hierfür die Gründe.
Angesichts dieser Ausgangslage ist es der Pilotfarm Beleco gelungen, Feldversuche durchzuführen, die Produktion zu optimieren und neue Produkte sowie neue biologische Anbaumethoden zu implementieren. Im Rahmen des Projekts wurden diese Praktiken mittels Feldschulungen und Peer-Trainings an andere Produzentinnen und Produzenten in der Region weitergegeben. Auch in den kommenden Jahren werden diese Schulungen weitergeführt. Das Projekt ermöglichte zudem die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems, um sicherzustellen, dass das Produkt gemäß den Kundenanforderungen exportiert wird. So leistet dieses Projekt einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des biologischen Landbaus in Marokko.

Das marokkanische Unternehmen Beleco, das eine große Auswahl an frischen und getrockneten Kräutern anbaut, ist der wichtigste Umsetzungspartner dieses Projekts. Mitfinanziert wurde das Projekt durch das Programm „develoPPP.de“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die deutsche Entwicklungsorganisation sequa.

  • 50 Bäuerinnen und Bauern und in biologischem Anbau geschulte Mitarbeitende
  • Marktzugang für marokkanische Produzenten und Produzentinnen
  • 50 Praktikumsplätze für Studierende
  • Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeptions- und Finanzierungsunterstützung
BelecoPPP-Team auf Biofach

Bio Ananas Saft Erzeugung und Diversifizierung der Produkte in Togo

Togo produziert qualitativ hochwertige Ananas, aber angesichts der Schwierigkeiten des Zugangs zum internationalen Markt und der Preisschwankungen ist der Export von Ananas wenig entwickelt. Darüber hinaus sind die Erträge derzeit gering und können aufgrund von Bodenverarmung und zukünftigem Klimawandel weiter sinken.
Das togoische Unternehmen Jus Délice hat in Zusammenarbeit mit dem lokalen Unternehmen Label d’Or welches die Ananas produktion organisiert, mehrerer Experten im Fruchtsaftsektor und dem investment Fund Moringa, eine Ananasverarbeitungsanlage mit frischem Bio-Saft gebaut von hoher Qualität und beschäftigt etwa dreißig Mitarbeiter, die nach internationalen Standards für Hygiene und Qualität geschult sind. Der produzierte Ananassaft wird mit Bio und Fair-Trade-Zertifizierungen vermarktet. Durch dieses Projekt positioniert Jus Délice die togolesischen Ananasproduzenten auf einem stabileren und rentableren internationalen Markt als den von frischen Ananas.
Darüber hinaus unterstützt Jus Délice eine umweltfreundliche Ananasproduktion. Über 150 Kleinproduzenten werden von Label d’Or in biologischen Landbauverfahren und Agroforstwirtschaft geschult. Eines der Ziele ist es, die Erträge zu garantieren oder sogar zu verbessern und dabei die Umwelt zu schonen.
EcoProDev unterstützt das Projekt bei der Erlangung einer Kofinanzierung für seine positiven Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt, die vom Programm develoPPP.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über SEQUA anerkannt wurde.
EcoProDev untersucht auch die Möglichkeiten der Diversifizierung der Aktivitäten für Jus Délice, indem zum einen die Möglichkeiten der Rohstoffversorgung in Togo analysiert wird und zum anderen eine Marktstudie zu den potenziellen internationalen Märkten erstelt wird.

Jus Délice ist ein togolesisches Unternehmen, das Obst aus der Region für den Export in die Europäische Union in Premium-Saft (hauptsächlich Bio-Ananassaft) umwandelt.

  • 30 Neue jobs in der Verarbeitungsanlage
  • 150 bauern Familien liefern Ananas
  • Ausbildung von Produzenten in biologischer Landwirtschaft und Agrarforstwirtschaft
  • Stabilität der Einkaufspreise für kleine Produzenten
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeption, Zuschuss und Marktstudie
Picture Juice Factrory

Kapazitätsaufbau im Anbau und der Trocknung von Bio Ananas in Tansania

Die Bedingungen für den Anbau tropischer Früchte wie Ananas und Bananen sind in Tansania günstig.
Allerdings mangelt es den lokalen Erzeugern häufig an Fachwissen im ökologischen Landbau und an Kenntnissen, die für den Eintritt in den internationalen Bio- und FairTrade-Markt erforderlich sind.

Neben Wissens-Transfer für Kleinbauern im Bereich ökologischem Landbau ist die Optimierung von Verarbeitungsprozessen einer lokalen Trockenfruchtfirma Teil des Projektes. In diesem Betrieb wird durch den Einsatz von Solarenergie die Herstellung von Trockenfrüchten fast ausschließlich mit regenerativen Energien ökologisch und CO2 frei durchgeführt. Eine nachhaltige Produktion hochwertiger, zertifizierter Bio-Trockenprodukte, die Einführung eines HACCP Qualität Management Systems und die Erhöhung der Verarbeitungskapazität sind die erzielten Effekte des Projektes.
Diese positive Entwicklung soll zuverlässigere und stabilere Einkommen für Produzenten gewährleisten.

Das Projekt wurde von Kipepeo Bio & Fair mit Unterstützung von E.L.D durchgeführt. EcoProDev beteiligte sich an diesem Projekt durch die Erlangung einer Ko-finanzierung vom develoPPP.de Programm des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) die über SEQUA für die positiven Auswirkungen anerkannt wurde.

E.L.D ist das Unternehmen, das für den Einkauf und die Logistik des bekannten deutschen Großhändlers Rinklin Naturkost verantwortlich ist. Seit 1955 beliefert Rinklin Naturkostfachgeschäfte. Dialog, Transparenz und Gerechtigkeit im internationalen Handel sind für Rinklin wichtige Werte, die in diesem Projekt zum Ausdruck kommen.

Kipepeo Bio & Fair importiert frische und trockene Früchte mit Fokus auf eigene Projekte in Afrika unter dem Motto „Wandel durch Handel“. Kipepeo hat dieses Projekt operativ durchgeführt.

  • 200 Bauern werden in Bio-Anbau-Methoden fortgebildet
  • 40 neue Bauern können den Betrieb beliefern
  • 25 Angestellte in der Verarbeitung wurden in HACCP fortgebildet
  • Stabilität der Einkaufspreise für kleine Produzenten
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeption und Ermittlung von Fördergeldern

Weiterverarbeitung fair gehandelter Bio-Cashew-Nüsse in Burkina Faso

In Afrika wachsen die beliebten Cashew-Nüsse am besten. Allerdings werden die meisten als Rohware nach Indien exportiert, wo sie geknackt und weiterverarbeitet werden. Das ist für die afrikanischen Länder bedauerlich, den das Verarbeiten der Cashews benötigt viel Handarbeit und bietet somit ein interessantes wirtschaftliches Entwicklungspotenzial.

Bis 2010 bezog gebana Afrique ihre Cashews ausschließlich von Kooperativen, die die Nüsse selbst schälten. Aufgrund wiederholter Qualitäts- und Lieferprobleme hat die gebana Anfang 2010 jedoch entschieden, selbst eine Verarbeitungsanlage einzurichten. Diese soll die Produktion der Kooperativen ergänzen und eine jährliche Mindestmenge qualitativ hochwertiger Cashews garantieren. Auf diese Weise will sich die gebana Afrique auch das Know-How der Cashewverarbeitung aneignen und die Anlage als Schulungs- und Modelleinheit einsetzen. Die höchste Qualität zu erreichen, stellt auch bei eigener Produktion eine große Herausforderung dar. So war die Schulung der Arbeiterinnen die aufwändigste Arbeit bei der Umsetzung des Projekts. Da von der Rohnuss zum geschälten Kern viele Arbeitsschritte über mehrere Tage nötig sind, ist ein Controlling, in dem jeder Schritt genau dokumentiert und kontrolliert wird, unumgänglich. Viele der Mitarbeiterinnen konnten jedoch kaum lesen und schreiben. Die Ausbildung der Arbeiterinnen musste also an diesem Punkt ansetzen. Doch der Aufwand zahlt sich offenbar aus: Das Feedback der gebana Rohwaren-Kunden ist äußerst positiv.

Gebana ist eine Pionierin des fairen Handels. Sie ist ein nicht-profitorientiertes Unternehmen, das weltweit mit Kleinbauern zusammenarbeitet, sie in landwirtschaftlichen Fragen berät, Vorfinanzierungen leistet und Bio-Produkte zu korrekten Preisen abkauft. Die Produkte werden wenn immer möglich vor Ort weiterverarbeitet und verkaufsfertig verpackt, wodurch Arbeitsplätze geschaffen werden. www.gebana.com

  • Jährlich 400 Tonnen rohe Bio-Cashews werden zu rund 80 Tonnen geschälten Cashews verarbeitet
  • 1200 Bauern wurden Bio-zertifiziert und beliefern die gebana mit Cashew-Nüssen zu guten Konditionen
  • 200 Arbeitsplätze wurden in der Verarbeitung geschaffen
  • Unser Beitrag zum Projekt: Lokale Projektleitung, Crowdfunding, Markstudie

Bio-Ananas Direktsafterzeugung in Benin

Bio-Ananas Direktsaft ist auf dem europäischem Markt eine Mangelware. Die Firma Jus de Marmande ist mit der Situation, den Saft aus verschiedenen Ursprungsländern von verschiedenen Lieferanten zuzukaufen, äußerst unzufrieden. In Benin erzeugen Kleinbauern der seit 2010 Bio-zertifizierten Organisation RéPAB (Réseau des producteurs d’ananas du Bénin) Ananas, die sie bis 2015 nie als biologische Ware verkaufen konnten, weil sie keinen Markt dafür fanden.

2015 schlossen sich Jus de Marmande mit einigen Bauern, dem lokalen, handwerklich orientierten Safthersteller „Fruits Tillou“ und einem erfahrenem Unternehmen für die Materialausstattung der Lebensmittelindustrie zusammen und gründeten gemeinsam „Jus Tillou“, die erste Bio-Direktsaft Fabrik in Benin. In diesem Projekt geht es einerseits um die Knowhow-Vermittlung in der industriellen Verarbeitung, um Qualitätsmanagement und andere klassische betriebswirtschaftliche Kategorien, andererseits um den Aufbau einer stabilen Bio-Ananas-Saft Wertschöpfungskette. Das heißt: langfristige Verträge mit den Bauern zu schließen und sie dabei zu unterstützen, ihre Produktivität zu steigern, damit sie von ihren Erzeugnissen leben können.

Jus de Marmande produziert seit 1952 in Lot et Garonne (Südfrankreich) Säfte von bäuerlichen Erzeugnissen aus der Umgebung. Das Unternehmen ist seit 2010 im Besitz der Bauerngenossenschaft „Terres du Sud“, wodurch eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen der Verarbeitungstufe und den Bauern möglich wird. Diese Kompetenz darin, nachhaltige Wertschöpfungsketten aufzubauen, möchte Jus de Marmande nun auch für exotische Produkte einsetzen.

  • 3 400 Tonnen Bio-Ananas sind zu 2 Million Litern Saft jährlich verarbeitet
  • 100 Bauern sind in Bio-Anbau-Methoden geschult worden und unterstützt
  • 40 Arbeitsplätze sind in der Verarbeitung geschaffen
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeption und Ermittlung von Fördergeldern, Unterstützung bei der Vermarktung

Unterstützung von Bio-Guarana Anbauern im Amazonas, Brasilien

Die Nachfrage nach den Bio-Produkten, die RDV Production und Herbes Grand Ouest aus dem Amazonas vermarkten, steigt stetig. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Guarana, Tonka-Bohnen, Açai und Acerola-Beeren.  Für die Beschaffung arbeiten die beiden Unternehmen mit Kleinbauern aus der Umgebung von Urucará. Deren Bio-Guarana bietet durch die traditionelle Herstellungsweise außergewöhnlich hohe Qualität. Neuerdings sind diese Produzenten aber mit größeren technischen Schwierigkeiten konfrontiert, zum Beispiel mit Insektenplagen (Thrips) oder übermäßiger Trockenheit. Viele Kleinbauen sind dadurch in ihrer Existenz bedroht.

In diesem Projekt werden einerseits die Produzenten dabei unterstützt, ihre Probleme zu beheben (z.B. mit biologischen Schädlingsbekämpfungsmethoden, Installation von Bewässerungsanlagen…) und die Produktivität der Bio-Guarana-Plantagen zu steigern. Andererseits werden Lösungen ausgearbeitet, um die Erzeugnisse dieser Betriebe zu diversifizieren. Es werden Cumaru-Bäume gepflanzt und es wird ein Pilotbetrieb aufgenommen, in dem Nutzpflanzen-Kulturen sich mit Fischzucht ergänzen. Die Fische bekommen überreife Beeren als Nahrung, während das angereicherte Wasser des Fischteiches zur Bewässerung und Düngung genutzt wird. Dieses Projekt unterstützt EcoProDev dabei durch das develoPPP.de Programm des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über SEQUA eine co-finanzierung zu erlangen.

Rdv Production arbeitet im engen Zusammenhang mit Produzenten aus Brasilien und importiert  deren hochwertige Bio-Produkte nach Europa. Langfristige Beziehungen, Forschungsarbeit und hohe Preise ermöglichen es, den Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden. www.rdvproducts.com

Herbes Grand Ouest verarbeitet Kräuter und Pflanzen. Langfristige Beziehungen zu den Erzeugern aus Brasilien sichern die Beschaffungslage und die Qualität der Produkte.

  • Neue Produkte wie Acai- und Acerola-Beeren sowie Tonka-Bohnen werden erzeugt
  • Die Produktivität der Guarana-Plantagen wird gesteigert und die Qualität der Produkte gesichert.
  • 60 Bauern werden in Bio-Anbau-Methoden fortgebildet
  • 10 Arbeitsplätze in der Verarbeitung von Guarana und anderen Produkten wurden gesichert oder geschaffen
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeption und Ermittlung von Fördergeldern

Unterstützung von ecuadorianischen Kakaobauern bei der Erzeugung der hochqualitativen Sorte „Nacional“

Ecuador ist für hochqualitativen Kakao weltweit bekannt, vor allem für die edlen Bohnen der Sorte „Nacional“, auch „Arriba“ genannt. Allerdings werden immer mehr veraltende Plantagen mit sinkender Produktivität durch Plantagen mit Hybrid-Sorten wie CCN51 ersetzt. Diese bietet bereits 2 Jahre nach der Pflanzung einen guten Ertrag (5 bis 7 Jahre bei „Nacional“): Neben den grundsätzlichen Schwierigkeiten, die mit Hybrid-Saatgut verknüpft sind, ist die CCN51 leider geschmacklich nicht mit der Güte der „Nacional“ vergleichbar. Sie wächst als Monokultur, was ein großes ökologisches Problem darstellt – im Gegensatz zur traditionellen Sorte, die den Schatten größerer Bäume liebt.

Zur Herstellung feinster Schokolade benötigt Kaoka Kontingente von diesem immer selteneren, hochwertigen Kakao und engagiert sich deshalb an der Seite der Bauern, um diese Sorte zu erhalten. Dafür wurde eine Methode entwickelt, um veraltende Plantagen zu sanieren.  In den Plantagen werden teilweise alte Sträucher mit jungen Trieben veredelt und teilweise neue Setzlinge gepflanzt. So wird die Produktivität erheblich gesteigert und die Qualität nochmals verbessert.
Dieses Projekt unterstützt EcoProDev dabei durch das develoPPP.de programm des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über SEQUA eine co-finanzierung zu erlangen.

Kaoka hat sich seit 1993 auf die Herstellung von feinster Bio-Schokolade spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet dafür mit etwa 4000 Kakao-Kleinbauern aus Afrika und Lateinamerika zusammen. Kaoka engagieret sich langfristig, kauft die Produktion zu hohen Preisen und begleitet die Bauern, um Produktivität und Qualität zu steigern. www.kaoka.fr

  • 100 Hektar Kakaoplantagen der Sorte „Nacional“ werden saniert
  • 400 Bauern werden geschult, um ihre Produktivität zu steigern
  • 10 Mitarbeiter von Bauerngenossenschaften werden geschult
  • Unser Beitrag zum Projekt: Konzeption und Ermittlung von Fördergeldern
Cacao renovation on field Training